Keine Tafel, keine Schokostückchen? Dieser Schokokuchen gelingt mit einer ganz anderen Zutat (und er ist nicht weniger lecker)

Keine Tafel, keine Schokostückchen? Dieser Schokokuchen gelingt mit einer ganz anderen Zutat (und er ist nicht weniger lecker)

In vielen deutschen Haushalten gilt Schokoladenkuchen als absoluter Klassiker – doch was, wenn weder Schokoladentafel noch Schokostückchen im Vorratsschrank zu finden sind? Die Lösung liegt in einer überraschenden Zutat, die den Kuchen mindestens genauso saftig und aromatisch macht: Kakaopulver. Dieser einfache Schokokuchen verzichtet bewusst auf geschmolzene Schokolade und setzt stattdessen auf hochwertiges Kakaopulver, das dem Gebäck eine intensive Schokoladennote verleiht. Die Zubereitung gelingt auch Backanfängern mühelos, und das Ergebnis überzeugt selbst anspruchsvolle Naschkatzen. Mit wenigen Zutaten aus dem Vorratsschrank entsteht ein köstlicher Kuchen, der sich perfekt für spontanen Besuch oder gemütliche Kaffeestunden eignet.

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facile

Zutaten

Personen +

Utensilien

Zubereitung

1. Vorbereitung der Backform und des Ofens

Heizt den Backofen auf 180 Grad Celsius Ober- und Unterhitze vor. Fettet die Springform gründlich mit etwas Öl ein und bestäubt sie leicht mit Mehl oder legt den Boden mit Backpapier aus. Diese Vorbereitung verhindert, dass der Kuchen später am Boden kleben bleibt und erleichtert das spätere Lösen aus der Form erheblich.

2. Trockene Zutaten sieben

Gebt das Mehl, Kakaopulver, Zucker, Backpulver und die Prise Salz in eine große Rührschüssel. Siebt alle trockenen Zutaten gemeinsam durch ein feines Sieb. Dieser Schritt ist wichtig, damit sich keine Klümpchen bilden und der Teig später schön luftig wird. Das Sieben sorgt dafür, dass sich das Kakaopulver gleichmäßig verteilt und der Kuchen eine einheitliche Schokoladenfarbe bekommt.

3. Flüssige Zutaten vermischen

In einer separaten Schüssel verquirlt ihr die Eier mit dem Handrührgerät oder einem Schneebesen etwa zwei Minuten lang, bis sie schaumig werden. Gebt dann das Sonnenblumenöl, die Milch und den Vanilleextrakt hinzu und rührt alles gut durch, bis eine homogene Flüssigkeit entsteht. Die Eier sollten Zimmertemperatur haben, damit sie sich besser mit den anderen Zutaten verbinden.

4. Teig zusammenführen

Gießt die flüssige Mischung zu den trockenen Zutaten in die große Rührschüssel. Rührt mit dem Handrührgerät auf mittlerer Stufe etwa eine Minute lang, bis ein glatter, geschmeidiger Teig entsteht. Achtet darauf, nicht zu lange zu rühren, denn zu viel Rühren aktiviert das Gluten im Mehl und macht den Kuchen zäh statt locker. Der Teig sollte dickflüssig sein, aber noch gut von einem Löffel tropfen.

5. Teig in die Form füllen

Füllt den Schokoladenteig in die vorbereitete Springform und streicht die Oberfläche mit einem Teigschaber glatt. Klopft die Form zwei- bis dreimal leicht auf die Arbeitsfläche, damit eventuelle Luftblasen entweichen können. Diese kleinen Lufteinschlüsse würden sonst beim Backen große Hohlräume im Kuchen bilden.

6. Backen und Stäbchenprobe

Schiebt die Form auf die mittlere Schiene des vorgeheizten Backofens und backt den Kuchen etwa 30 bis 35 Minuten. Nach 30 Minuten macht ihr die Stäbchenprobe: stecht mit einem Holzstäbchen oder einer Gabel in die Mitte des Kuchens. Wenn kein flüssiger Teig mehr am Stäbchen haftet, ist der Kuchen fertig. Falls noch Teig klebt, lasst ihn weitere drei bis fünf Minuten backen und testet erneut.

7. Kuchen auskühlen lassen

Nehmt den fertigen Kuchen aus dem Ofen und lasst ihn etwa zehn Minuten in der Form ruhen. Löst dann vorsichtig den Springformrand und lasst den Kuchen auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen. Das Auskühlen auf einem Gitter ist wichtig, damit die Luft von allen Seiten zirkulieren kann und sich keine Feuchtigkeit am Boden sammelt, die den Kuchen matschig machen würde.

8. Dekorieren und servieren

Sobald der Kuchen vollständig ausgekühlt ist, bestäubt ihr ihn mit Puderzucker. Dafür gebt ihr den Puderzucker in ein feines Sieb und klopft sanft dagegen, während ihr über dem Kuchen schwebt. So entsteht eine gleichmäßige, schneeweiße Schicht, die einen schönen Kontrast zur dunklen Schokoladenfarbe bildet. Der Kuchen ist nun servierbereit und kann in Stücke geschnitten werden.

Klara

Tipp vom Chefkoch

Für einen noch intensiveren Schokoladengeschmack könnt ihr einen Esslöffel Espressopulver zum Teig geben. Der Kaffee verstärkt das Kakaoaroma, ohne dass der Kuchen nach Kaffee schmeckt – ein alter Bäckertrick, der Wunder wirkt. Wer es gerne etwas süßer mag, kann eine einfache Schokoladenglasur aus Puderzucker und etwas Milch anrühren und über den abgekühlten Kuchen gießen. Der Kuchen lässt sich auch hervorragend einfrieren: einfach in Portionen schneiden, in Gefrierbeutel packen und bis zu drei Monate aufbewahren. So habt ihr immer einen leckeren Kuchen griffbereit, wenn spontan Gäste kommen.

Passende Getränke zum Schokokuchen

Zu diesem saftigen Schokokuchen passt am besten ein frisch gebrühter Filterkaffee oder ein kräftiger Espresso, dessen Bitterkeit das süße Kakaoarema wunderbar ergänzt. Wer es lieber mild mag, wählt einen Cappuccino oder Latte macchiato, dessen Milchschaum harmonisch mit der Schokoladennote verschmilzt. Für Kinder und Nicht-Kaffeetrinker eignet sich ein Glas kalte Milch oder ein cremiger Kakao hervorragend. An warmen Sommertagen schmeckt der Kuchen auch ausgezeichnet zu einem Glas Eiskaffee oder einem erfrischenden Eistee. Wer es gerne festlich mag, kann auch einen süßen Dessertwein wie einen Portwein oder Banyuls reichen, dessen fruchtige Süße perfekt mit der Schokolade harmoniert.

Zusätzliche Info

Der Schokokuchen ohne Schokoladenstückchen hat seine Wurzeln in der Nachkriegszeit, als hochwertige Schokolade Mangelware war und findige Hausfrauen auf Kakaopulver ausweichen mussten. Was aus der Not geboren wurde, entwickelte sich zu einem eigenständigen Klassiker der deutschen Backkultur. Kakaopulver wird aus gerösteten und gemahlenen Kakaobohnen hergestellt, denen ein Großteil der Kakaobutter entzogen wurde. Für Backwaren eignet sich besonders stark entöltes Kakaopulver, da es intensiver schmeckt und sich besser mit den anderen Zutaten verbindet. In den 1950er und 1960er Jahren erlebte diese Art von Kuchen einen regelrechten Boom, da Kakaopulver deutlich günstiger und länger haltbar war als Blockschokolade. Heute schätzen Hobbybäcker diese Variante vor allem wegen ihrer Einfachheit und der gleichmäßigen Schokoladenverteilung im Teig. Anders als bei Kuchen mit Schokoladenstückchen, die manchmal ungleichmäßig verteilt sind, sorgt das Kakaopulver für einen durchgehend schokoladigen Geschmack in jedem Bissen.

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