Ofenschlupfer mit Hefezopf und Äpfeln – so wird er außen goldbraun und innen cremig

Ofenschlupfer mit Hefezopf und Äpfeln – so wird er außen goldbraun und innen cremig

Der Ofenschlupfer gehört zu den traditionellen süddeutschen Desserts, die mit ihrer goldbraunen Kruste und cremigen Füllung begeistern. Diese Variante mit Hefezopf und Äpfeln verwandelt altbackenes Gebäck in eine köstliche Nachspeise. Das Geheimnis liegt in der perfekten Balance zwischen knuspriger Oberfläche und saftigem Inneren. Der Hefezopf, ein geflochtenes Hefegebäck, saugt die Eier-Milch-Mischung auf und bildet beim Backen eine herrliche Textur. Die Äpfel bringen fruchtige Säure und natürliche Süße in das Gericht. Mit dieser bewährten Methode gelingt der Ofenschlupfer garantiert.

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Zutaten

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Utensilien

Zubereitung

1. Den Hefezopf vorbereiten

Schneide den altbackenen Hefezopf in etwa zwei Zentimeter dicke Scheiben. Falls der Zopf noch nicht trocken genug ist, lasse die Scheiben für zehn Minuten bei Raumtemperatur liegen. Je trockener das Gebäck, desto besser saugt es später die Eier-Milch-Mischung auf. Dieser Schritt ist wichtig für die cremige Konsistenz im Inneren.

2. Die Äpfel schälen und schneiden

Schäle die Äpfel mit einem Sparschäler und entferne das Kerngehäuse. Schneide die Äpfel in dünne Scheiben oder kleine Würfel. Beträufle sie mit etwas Zitronensaft, damit sie nicht braun werden. Säuerliche Sorten wie Boskoop oder Elstar eignen sich besonders gut, da sie beim Backen nicht zu weich werden und einen schönen Kontrast zur Süße bilden.

3. Die Eier-Milch-Mischung zubereiten

Schlage in einer großen Rührschüssel die vier Eier auf und verquirle sie gründlich mit einem Schneebesen. Gib die Milch, den Zucker, den Vanillezucker und den Zimt hinzu. Rühre alles so lange, bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat. Diese Eiermilch, eine Mischung aus Eiern und Milch, ist die Basis für die cremige Konsistenz des Ofenschlupfers.

4. Die Auflaufform vorbereiten

Fette eine Auflaufform großzügig mit Butter aus. Verwende etwa zwanzig Gramm Butter und verteile sie gleichmäßig am Boden und an den Rändern. Dieser Schritt verhindert das Ankleben und sorgt für zusätzlichen Geschmack. Eine Form mit etwa zwei Litern Fassungsvermögen ist ideal für diese Menge.

5. Den Ofenschlupfer schichten

Lege eine Schicht Hefezopfscheiben auf den Boden der gefetteten Form. Verteile darauf die Hälfte der Apfelstücke und streue einige Rosinen darüber. Wiederhole diesen Vorgang mit einer zweiten Schicht. Die oberste Schicht sollte aus Hefezopf bestehen, damit eine schöne goldbraune Kruste entsteht. Drücke die Schichten leicht an, sodass sie kompakt liegen.

6. Die Eiermilch eingießen

Gieße die vorbereitete Eier-Milch-Mischung langsam und gleichmäßig über den geschichteten Ofenschlupfer. Achte darauf, dass alle Hefezopfstücke gut mit der Flüssigkeit bedeckt sind. Drücke mit einem Löffel vorsichtig nach, damit das Gebäck die Eiermilch aufsaugt. Lasse den Ofenschlupfer für fünfzehn Minuten ziehen, damit die Flüssigkeit vollständig einziehen kann.

7. Die restliche Butter verteilen

Schneide die restlichen dreißig Gramm Butter in kleine Flöckchen und verteile sie gleichmäßig auf der Oberfläche des Ofenschlupfers. Diese Butterflöckchen schmelzen beim Backen und sorgen für die goldbraune, knusprige Kruste. Sie geben dem Dessert zusätzlich einen herrlich buttrigen Geschmack.

8. Im Ofen backen

Heize den Backofen auf 180 Grad Celsius Ober- und Unterhitze vor. Stelle die Auflaufform auf die mittlere Schiene und backe den Ofenschlupfer für etwa fünfundvierzig Minuten. Nach dreißig Minuten kannst du die Oberfläche mit Alufolie abdecken, falls sie zu dunkel wird. Der Ofenschlupfer ist fertig, wenn die Oberfläche goldbraun ist und die Masse innen gestockt hat. Mache die Stäbchenprobe, indem du ein Holzstäbchen in die Mitte steckst. Es sollte fast sauber herauskommen, aber noch leicht feucht sein für die cremige Konsistenz.

9. Abkühlen lassen und servieren

Nimm den Ofenschlupfer aus dem Ofen und lasse ihn etwa zehn Minuten abkühlen. In dieser Zeit setzt sich die Masse und lässt sich besser portionieren. Bestäube die Oberfläche mit Puderzucker durch ein feines Sieb. Serviere den Ofenschlupfer warm mit Vanillesauce, Schlagsahne oder Vanilleeis. Er schmeckt am besten lauwarm, wenn die Kruste noch knusprig und das Innere schön cremig ist.

Klara

Tipp vom Chefkoch

Verwende immer altbackenen Hefezopf, denn frisches Gebäck wird zu matschig. Falls du keinen alten Zopf hast, schneide frischen in Scheiben und trockne ihn für eine Stunde bei 100 Grad im Ofen. Die Butterflöckchen auf der Oberfläche sind entscheidend für die goldbraune Kruste. Verteile sie großzügig und gleichmäßig. Für eine besonders cremige Konsistenz kannst du die Milch teilweise durch Sahne ersetzen. Ein Schuss Rum in der Eiermilch verleiht dem Ofenschlupfer eine würzige Note. Achte darauf, dass die Eiermilch gut einzieht, bevor du backst. Falls die Oberfläche zu schnell bräunt, decke sie mit Alufolie ab, damit das Innere durchgaren kann.

Passende Getränke zum Ofenschlupfer

Zum warmen Ofenschlupfer passt hervorragend eine heiße Vanillesauce oder ein Glas kalte Milch. Für Erwachsene empfiehlt sich ein süßer Dessertwein wie ein Spätlese Riesling aus der Pfalz oder ein Eiswein, dessen intensive Süße die fruchtigen Äpfel unterstreicht. Eine Tasse Kaffee oder Cappuccino harmoniert ebenfalls wunderbar mit der buttrigen Süße des Desserts. Im Sommer ist ein gekühlter Apfelsaft eine erfrischende Begleitung. Für besondere Anlässe kannst du einen Moscato d’Asti servieren, dessen prickelnde Süße perfekt zum cremigen Ofenschlupfer passt.

Zusätzliche Info

Der Ofenschlupfer, auch Scheiterhaufen genannt, stammt aus der schwäbischen Küche und ist ein klassisches Beispiel für die Resteverwertung. Früher wurde altbackenes Brot oder Gebäck nie weggeworfen, sondern kreativ weiterverarbeitet. Der Name Ofenschlupfer beschreibt, wie das Gebäck in die Eiermilch schlupft und sich vollsaugt. In anderen Regionen kennt man ähnliche Gerichte wie den Kirschmichel oder den Semmelauflauf. Die Verwendung von Hefezopf statt normalem Brot macht dieses Dessert besonders festlich und aromatisch. Traditionell wird der Ofenschlupfer an Sonntagen serviert, wenn vom Wochenende noch Gebäck übrig ist. Das Gericht zeigt, wie aus einfachen Zutaten etwas Köstliches entstehen kann. Die Kombination aus Äpfeln und Zimt ist typisch für die deutsche Backkunst und erinnert an Apfelstrudel oder Apfelkuchen. Der Ofenschlupfer ist ein Comfort Food, das Kindheitserinnerungen weckt und durch seine cremige Konsistenz begeistert.

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