In der Fastenzeit auf Genuss verzichten? Nicht mit diesen schnellen Zimtwaffeln ohne Ei, die in weniger als einer halben Stunde auf dem Tisch stehen. Diese vegane Variante des Klassikers beweist, dass bewusster Verzicht keineswegs Geschmacksverzicht bedeuten muss. Der intensive Zimtduft, der durch die Küche zieht, weckt Erinnerungen an gemütliche Kaffeenachmittage, während die knusprige Textur jeden Bissen zum Erlebnis macht.
Das Besondere an diesem Rezept: Es kommt völlig ohne tierische Produkte aus und eignet sich damit perfekt für die Fastenzeit oder den veganen Alltag. Die Kombination aus Zimt – dem aromatischen Gewürz aus der getrockneten Rinde des Zimtbaums – und einer durchdachten Mischung pflanzlicher Zutaten sorgt für ein Geschmackserlebnis, das traditionelle Waffeln in nichts nachsteht. Ob zum Frühstück, als Nachmittagssnack oder als süßer Abschluss eines leichten Fastenmenüs, diese Waffeln passen zu jedem Anlass.
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Zutaten
Utensilien
Zubereitung
1. Trockene Zutaten vorbereiten
Gebt das Mehl in eine große Rührschüssel und fügt das Backpulver hinzu. Das Backpulver – ein Triebmittel, das den Teig luftig macht – solltet ihr durch ein feines Sieb dazugeben, damit sich keine Klümpchen bilden. Fügt nun den gemahlenen Zimt, den Zucker, den Vanillezucker und eine Prise Salz hinzu. Vermischt alle trockenen Zutaten gründlich mit einem Schneebesen, sodass sich der Zimt gleichmäßig verteilt. Diese sorgfältige Mischung ist wichtig, damit später jede Waffel den vollen Zimtgeschmack erhält.
2. Flüssige Zutaten kombinieren
In einem separaten Gefäß mischt ihr die Pflanzenmilch mit dem Pflanzenöl und dem Apfelmus. Das Apfelmus ersetzt hier die Bindungsfunktion von Eiern und sorgt gleichzeitig für eine angenehme Süße und Saftigkeit. Rührt diese Mischung mit einem Schneebesen kräftig durch, bis sich alle Komponenten gut verbunden haben. Achtet darauf, dass das Öl nicht oben schwimmt, sondern sich vollständig mit der Milch verbindet.
3. Teig zusammenführen
Gießt nun die flüssige Mischung in die Schüssel mit den trockenen Zutaten. Jetzt kommt ein wichtiger Moment: Rührt den Teig nur so lange, bis sich alle Zutaten gerade eben verbunden haben. Kleine Klümpchen dürfen ruhig bleiben – zu langes Rühren würde das Gluten im Mehl aktivieren und die Waffeln zäh statt knusprig machen. Der fertige Teig sollte eine dickflüssige, aber noch gießbare Konsistenz haben, ähnlich wie ein Pfannkuchenteig.
4. Waffeleisen vorbereiten
Heizt euer Waffeleisen gemäß Herstellerangaben vor. Bei den meisten Geräten dauert dies etwa drei bis fünf Minuten. Sobald die Kontrollleuchte signalisiert, dass das Eisen bereit ist, bestreicht ihr beide Platten dünn mit etwas Pflanzenöl. Verwendet dafür am besten einen Backpinsel, damit sich das Öl gleichmäßig verteilt. Auch bei beschichteten Waffeleisen empfiehlt sich dieser Schritt, damit die Waffeln sich später leicht lösen lassen.
5. Waffeln backen
Gebt etwa eine kleine Schöpfkelle Teig in die Mitte des Waffeleisens. Die genaue Menge hängt von der Größe eures Geräts ab – der Teig sollte sich beim Schließen des Deckels gleichmäßig verteilen, ohne über den Rand zu laufen. Schließt das Waffeleisen und backt die Waffel etwa drei bis vier Minuten, je nach Gerät und gewünschtem Bräunungsgrad. Öffnet das Eisen nicht zu früh, sonst reißt die Waffel. Wartet, bis kein Dampf mehr austritt – das ist ein gutes Zeichen dafür, dass die Waffel fertig ist. Nehmt die fertige Waffel vorsichtig mit einer Gabel oder einem Holzspatel heraus.
6. Weitere Waffeln backen
Wiederholt den Backvorgang mit dem restlichen Teig. Zwischen den einzelnen Waffeln müsst ihr das Eisen nicht erneut einfetten, es sei denn, die Waffeln beginnen anzukleben. Legt die fertigen Waffeln auf ein Kuchengitter, damit sie von allen Seiten atmen können und schön knusprig bleiben. Wenn ihr sie übereinanderstapelt, werden sie durch den Dampf weich.
7. Waffeln servieren
Bestäubt die noch warmen Waffeln mit Puderzucker. Dafür könnt ihr ein feines Sieb verwenden, um eine gleichmäßige, zarte Zuckerschicht zu erzielen. Der Puderzucker schmilzt leicht auf den warmen Waffeln und bildet eine appetitliche, leicht glänzende Oberfläche. Serviert die Zimtwaffeln am besten sofort, solange sie noch warm und knusprig sind.
Tipp vom Chefkoch
Für extra knusprige Waffeln reduziert die Pflanzenmilch um etwa 30 ml. Der etwas dickere Teig sorgt für mehr Stabilität und Crunch. Wenn ihr intensiveren Zimtgeschmack bevorzugt, erhöht die Zimtmenge auf drei Teelöffel. Achtet darauf, Ceylon-Zimt zu verwenden, der milder und aromatischer als Cassia-Zimt ist. Das Apfelmus könnt ihr auch durch zerdrückte reife Banane ersetzen – das verleiht den Waffeln eine fruchtige Note. Waffeln lassen sich hervorragend auf Vorrat backen: Lasst sie vollständig auskühlen und friert sie dann in Gefrierbeuteln ein. Zum Aufwärmen gebt ihr sie einfach für zwei Minuten in den Toaster – so schmecken sie fast wie frisch gebacken.
Passende Getränke zu Zimtwaffeln
Zu diesen aromatischen Zimtwaffeln passt hervorragend ein Chai-Latte, dessen Gewürzmischung die Zimtnoten der Waffeln aufgreift und verstärkt. Die Kombination aus schwarzem Tee, Milch und Gewürzen wie Kardamom, Ingwer und Nelken harmoniert perfekt mit dem süßen Gebäck. Alternativ empfiehlt sich ein Cappuccino mit einer Prise Zimt auf dem Milchschaum – die leichte Bitterkeit des Kaffees bildet einen angenehmen Kontrast zur Süße der Waffeln.
Für die Nachmittagsstunden eignet sich auch ein Rooibos-Tee mit Vanille, der durch seine natürliche Süße und sein mildes Aroma die Zimtnoten unterstreicht, ohne zu dominieren. Kinder freuen sich über eine heiße Kakao-Variante mit einem Hauch Zimt, die das Geschmackserlebnis abrundet.
Zusätzliche Info
Waffeln haben eine lange Tradition, die bis ins Mittelalter zurückreicht. Ursprünglich wurden sie zwischen zwei heißen Eisenplatten über offenem Feuer gebacken und trugen oft religiöse Symbole oder Wappen. Die charakteristische Wabenstruktur entstand durch die kunstvoll verzierten Eisen und diente nicht nur der Optik, sondern auch dazu, Sirup oder Honig aufzufangen.
In der Fastenzeit spielten Waffeln schon immer eine besondere Rolle. Traditionell wurden sie am Aschermittwoch gebacken, um die letzten Vorräte an Eiern, Butter und Milch aufzubrauchen, bevor die strenge Fastenzeit begann. Diese vegane Variante passt perfekt zur modernen Interpretation des Fastens, bei der es weniger um strikte Verbote als um bewussten Verzicht und nachhaltige Ernährung geht.
Der Zimt war jahrhundertelang eines der kostbarsten Gewürze der Welt. Im Mittelalter war er so wertvoll wie Gold. Heute wissen wir, dass Zimt nicht nur köstlich schmeckt, sondern auch gesundheitsfördernde Eigenschaften besitzt: Er wirkt antioxidativ, kann den Blutzuckerspiegel regulieren und hat entzündungshemmende Eigenschaften.



