Puddingkuchen vom Blech: Cremig, einfach und perfekt für große Runden

Puddingkuchen vom Blech: Cremig, einfach und perfekt für große Runden

Der Puddingkuchen vom Blech erlebt derzeit ein bemerkenswertes Comeback in deutschen Backstuben. Was Generationen von Hausfrauen bereits wussten, entdecken nun auch jüngere Hobbybäcker wieder: dieser cremige Blechkuchen vereint Einfachheit mit Genuss und eignet sich perfekt, wenn Besuch ansteht. Die Zubereitung erfordert keine besonderen Backkenntnisse, das Ergebnis überzeugt jedoch selbst anspruchsvolle Gaumen. Mit seiner puddinghaltigen Füllung zwischen knusprigem Mürbeteig und zartem Streusel bietet dieser Klassiker eine harmonische Texturvielfalt, die jeden Bissen zum Erlebnis macht.

Besonders praktisch: der Kuchen lässt sich hervorragend vorbereiten und bleibt mehrere Tage frisch. Für vier Personen reicht bereits ein kleineres Blech, wobei die Mengen problemlos angepasst werden können. Die Puddingschicht – eine cremige Masse aus Vanillepudding und Milch – bildet das Herzstück dieser Köstlichkeit und verleiht dem Gebäck seine charakteristische Saftigkeit.

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facile

Zutaten

Personen +

Utensilien

Zubereitung

1. teig vorbereiten

Beginne damit, die weiche butter in einer großen schüssel mit 80 g zucker schaumig zu rühren. Dies gelingt am besten mit einem handmixer bei mittlerer geschwindigkeit und dauert etwa drei minuten. Die masse sollte deutlich heller werden und an volumen zunehmen. Füge dann das ei hinzu und rühre es gründlich unter. In einer separaten schüssel mische das mehl mit dem backpulver und einer prise salz. Gib diese trockenen zutaten nun portionsweise zur buttermischung und verknete alles zu einem geschmeidigen teig. Dieser sollte sich vom schüsselrand lösen und nicht mehr kleben.

2. blech vorbereiten und teig ausrollen

Heize den backofen auf 180 grad celsius vor. Lege das backblech mit backpapier aus, damit sich der kuchen später problemlos lösen lässt. Nimm den mürbeteig und rolle ihn auf einer leicht bemehlten arbeitsfläche aus, bis er etwa drei millimeter dick ist. Lege den teig vorsichtig auf das vorbereitete blech und drücke ihn gleichmäßig fest, sodass er den boden vollständig bedeckt und einen kleinen rand bildet. Steche den teigboden mehrmals mit einer gabel ein – diese technik nennt man blindbacken vorbereiten und verhindert, dass sich der teig während des backens wölbt.

3. puddingfüllung zubereiten

Nimm einen mittelgroßen topf und rühre das puddingpulver mit 60 g zucker und etwa sechs esslöffeln der kalten milch glatt an. Achte darauf, dass keine klümpchen entstehen. Erhitze die restliche milch in einem separaten topf, bis sie fast kocht. Gieße die heiße milch unter ständigem rühren zur puddingmischung und bringe alles kurz zum kochen. Der pudding dickt dabei an und erhält seine typische cremige konsistenz. Nimm den topf vom herd und rühre den vanillezucker unter. Lass die masse zwei minuten abkühlen, damit sie etwas fester wird, aber noch streichfähig bleibt.

4. streusel herstellen

Für die streusel vermische 60 g mehl mit 40 g zucker und den haferflocken in einer schüssel. Füge die kalte, in kleine stücke geschnittene butter hinzu. Verreibe nun alle zutaten zwischen den fingerspitzen, bis grobe streusel entstehen. Die butter sollte dabei kalt bleiben, damit die streusel später schön knusprig werden. Falls die masse zu fein wird, forme sie bewusst zu größeren klumpen – unterschiedliche größen sorgen für eine interessante textur nach dem backen.

5. kuchen zusammensetzen

Verteile die noch warme puddingmasse gleichmäßig auf dem vorbereiteten teigboden. Streiche sie mit einem teigschaber glatt, sodass eine ebenmäßige schicht entsteht. Die puddingschicht sollte etwa einen zentimeter dick sein. Verteile anschließend die streusel großzügig über der puddingfüllung. Bedecke die gesamte oberfläche, aber drücke die streusel nicht fest – sie sollen locker aufliegen.

6. backen und abkühlen

Schiebe das blech auf die mittlere schiene des vorgeheizten ofens. Backe den kuchen etwa 35 bis 40 minuten, bis die streusel goldbraun sind und die ränder leicht gebräunt erscheinen. Die puddingfüllung sollte fest geworden sein, darf aber in der mitte noch leicht wackeln – sie festigt sich beim abkühlen vollständig. Nimm den kuchen aus dem ofen und lass ihn vollständig auf dem blech auskühlen. Dies dauert mindestens zwei stunden. Erst dann schneidest du ihn in gleichmäßige stücke. Ein scharfes messer, das du zwischendurch mit heißem wasser abspülst, erleichtert das schneiden erheblich.

Klara

Tipp vom Chefkoch

Die puddingfüllung lässt sich wunderbar variieren: ersetze einen teil der milch durch sahne für eine noch cremigere konsistenz. Wer es fruchtiger mag, verteilt vor dem pudding eine dünne schicht marmelade auf dem teigboden. Kirschen, aprikosen oder erdbeerkonfitüre harmonieren besonders gut. Der kuchen schmeckt am zweiten tag oft noch besser, da die aromen Zeit hatten, sich zu verbinden. Bewahre ihn abgedeckt im kühlschrank auf, wo er bis zu fünf tage frisch bleibt. Vor dem servieren etwa 30 minuten bei raumtemperatur stehen lassen, damit sich die aromen voll entfalten können.

die passende begleitung

Zu diesem cremigen blechkuchen passt hervorragend ein frisch gebrühter filterkaffee mit mittlerer röstung, dessen leichte säure die süße des puddings ausbalanciert. Alternativ bietet sich ein schwarzer tee wie darjeeling oder earl grey an, dessen feine aromen die vanillenoten unterstreichen. Für nachmittage mit kindern empfiehlt sich kakao oder eine vanillemilch, die das cremige mundgefühl des kuchens aufgreifen.

An warmen tagen harmoniert der kuchen wunderbar mit einem gekühlten holunderblütensirup mit sprudelwasser, dessen blumige noten eine erfrischende komponente beisteuern. Wer es klassisch mag, serviert dazu einfach ein glas kalte vollmilch – eine kombination, die besonders kinder lieben.

Zusätzliche Info

Der puddingkuchen vom blech gehört zur kategorie der deutschen blechkuchen – flache kuchen, die auf großen backblechen gebacken und in rechteckige stücke geschnitten werden. Diese backform etablierte sich in deutschland im frühen 20. jahrhundert, als backbleche in privathaushalten standard wurden. Die kombination aus mürbeteig, puddingfüllung und streuseln entwickelte sich in den 1950er und 1960er jahren zu einem beliebten rezept für familienfeiern und kaffeekränze.

Die praktische zubereitung auf dem blech ermöglichte es, mit relativ geringem aufwand viele personen zu bewirten – ein wichtiger aspekt in der nachkriegszeit. Vanillepuddingpulver, das dr. august oetker bereits 1893 auf den markt gebracht hatte, machte die herstellung besonders einfach und zuverlässig. Heute erlebt der puddingkuchen eine renaissance, da viele menschen die unkomplizierten, ehrlichen rezepte ihrer kindheit wiederentdecken.

Regional existieren zahlreiche varianten: in norddeutschland wird oft eine schicht rhabarber unter den pudding gelegt, während in süddeutschland zwetschgen oder äpfel beliebt sind. Die grundidee bleibt jedoch stets gleich: ein saftiger, cremiger kuchen, der sich problemlos transportieren und portionieren lässt.

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