Die Apfeltaschen aus Blätterteig gehören zu den beliebtesten Gebäckstücken der deutschen Kaffeetafel. Starkoch Johann Lafer hat einen besonderen Trick entwickelt, der diese klassischen Apfeltaschen besonders knusprig macht. Das Geheimnis liegt in der richtigen Vorbereitung des Blätterteigs und einer speziellen Technik beim Backen. Diese Methode garantiert, dass der Teig nicht durchweicht und seine charakteristische Knusprigkeit behält. Mit wenigen Zutaten und etwas Geschick gelingt dieses traditionelle Gebäck auch zu Hause perfekt. Die Kombination aus süßen Äpfeln, aromatischem Zimt und butterigem Blätterteig macht diese Taschen zu einem unwiderstehlichen Genuss.
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Zutaten
Utensilien
Zubereitung
1. Vorbereitung der Apfelfüllung
Schält die Äpfel sorgfältig und entfernt das Kerngehäuse. Schneidet die Äpfel in kleine Würfel von etwa einem Zentimeter Größe. Gebt die Apfelwürfel in eine Schüssel und vermischt sie sofort mit dem Zitronensaft, damit sie nicht braun werden. Fügt den Zucker, den Vanillezucker und den gemahlenen Zimt hinzu. Vermengt alles gut miteinander. Lasst die Butter in einer Pfanne schmelzen und dünstet die gewürzte Apfelmischung darin für etwa fünf Minuten an. Die Äpfel sollten leicht weich werden, aber noch Biss haben. Dieser Schritt ist wichtig, damit die Äpfel beim Backen nicht zu viel Flüssigkeit abgeben. Lasst die Füllung vollständig abkühlen, bevor ihr sie weiterverwendet.
2. Blätterteig vorbereiten nach Lafers Trick
Rollt den Blätterteig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche aus. Hier kommt Johann Lafers wichtigster Trick: Bestreut die gesamte Teigfläche dünn mit Semmelbröseln. Diese Schicht wirkt wie eine Barriere zwischen der saftigen Apfelfüllung und dem Teig. Die Semmelbrösel saugen überschüssige Feuchtigkeit auf und verhindern, dass der Blätterteig durchweicht. Dieser einfache Kniff macht den entscheidenden Unterschied für extra knusprige Apfeltaschen. Schneidet den Teig in acht gleichmäßige Quadrate von etwa zwölf mal zwölf Zentimetern. Achtet darauf, dass alle Stücke die gleiche Größe haben, damit sie gleichmäßig backen.
3. Apfeltaschen formen
Verquirlt das Eigelb mit der Milch in einer kleinen Schüssel. Gebt auf jedes Teigquadrat etwa zwei Esslöffel der abgekühlten Apfelfüllung. Platziert die Füllung leicht versetzt zur Mitte, sodass ihr den Teig gut falten könnt. Bestreicht die Ränder des Teigs mit der Eigelbmischung. Klappt das Teigquadrat diagonal zu einem Dreieck zusammen. Drückt die Ränder fest zusammen, damit beim Backen keine Füllung austritt. Verwendet eine Gabel, um die Ränder zusätzlich zu versiegeln und ein dekoratives Muster zu erzeugen. Dieser Schritt ist wichtig für die Optik und die Stabilität der Taschen. Bestreicht die Oberseite jeder Tasche großzügig mit der restlichen Eigelbmischung für eine schöne goldbraune Farbe.
4. Backen für maximale Knusprigkeit
Heizt den Backofen auf zweihundert Grad Celsius Ober- und Unterhitze vor. Legt ein Backblech mit Backpapier aus. Platziert die Apfeltaschen mit ausreichend Abstand auf dem Blech, da sie beim Backen etwas aufgehen. Lafers zweiter Trick: Stecht mit einem spitzen Messer zwei kleine Löcher in die Oberseite jeder Tasche. Diese Dampföffnungen sind entscheidend, damit der entstehende Wasserdampf entweichen kann und der Teig schön knusprig wird. Schiebt das Blech in den vorgeheizten Ofen. Backt die Apfeltaschen für etwa achtzehn bis zwanzig Minuten, bis sie goldbraun und knusprig sind. Beobachtet den Backvorgang in den letzten Minuten, da Blätterteig schnell zu dunkel werden kann. Nehmt die fertigen Taschen aus dem Ofen und lasst sie auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen.
5. Finishing Touch
Sobald die Apfeltaschen vollständig ausgekühlt sind, bestäubt ihr sie mit Puderzucker. Verwendet dafür am besten ein feines Sieb, um den Puderzucker gleichmäßig zu verteilen. Dieser letzte Schritt verleiht den Taschen nicht nur eine appetitliche Optik, sondern fügt auch eine zusätzliche Süße hinzu. Die Apfeltaschen schmecken sowohl lauwarm als auch vollständig ausgekühlt hervorragend. Ihr könnt sie bis zu zwei Tage in einer luftdichten Dose aufbewahren. Für die beste Knusprigkeit erwärmt sie kurz im Ofen, bevor ihr sie serviert.
Tipp vom Chefkoch
Der entscheidende Trick von Johann Lafer für extra knusprige Apfeltaschen liegt in der Verwendung von Semmelbröseln auf dem Teig und den kleinen Dampföffnungen. Die Semmelbrösel verhindern, dass die Feuchtigkeit der Äpfel den Teig durchweicht. Achtet darauf, dass die Apfelfüllung vollständig abgekühlt ist, bevor ihr sie auf den Teig gebt. Warme Füllung würde den Blätterteig schmelzen lassen und die Knusprigkeit beeinträchtigen. Verwendet immer gut gekühlten Blätterteig und arbeitet zügig, damit er nicht zu warm wird. Falls der Teig beim Verarbeiten zu weich wird, legt ihn kurz in den Kühlschrank. Ein weiterer Profi-Tipp: Verwendet säuerliche Apfelsorten wie Boskoop oder Granny Smith, da sie beim Backen ihre Form besser behalten und einen schönen Kontrast zur Süße des Teigs bilden.
Passende Getränke zu Apfeltaschen
Zu diesen köstlichen Apfeltaschen passt am besten eine Tasse frisch gebrühter Kaffee oder ein aromatischer schwarzer Tee. Die Röstaromen des Kaffees harmonieren wunderbar mit dem buttrigen Blätterteig und den zimtigen Äpfeln. Alternativ schmeckt ein Chai-Tee mit seinen würzigen Noten hervorragend dazu. Für Kinder oder am Nachmittag eignet sich auch ein Glas kalte Milch oder ein heißer Kakao. An kühleren Tagen passt ein Apfelpunsch oder Glühwein perfekt zu diesem herbstlichen Gebäck. Die Getränke sollten nicht zu süß sein, um den Geschmack der Apfeltaschen nicht zu überdecken.
Zusätzliche Info
Die Apfeltasche aus Blätterteig ist ein klassisches Gebäck der deutschen und österreichischen Kaffeehaustradition. Ursprünglich stammt die Idee, Obst in Blätterteig einzubacken, aus der französischen Patisserie. Im deutschsprachigen Raum wurde das Rezept im neunzehnten Jahrhundert populär und an regionale Vorlieben angepasst. Besonders in Bayern und Österreich gehören Apfeltaschen zum festen Repertoire jeder Bäckerei. Johann Lafer, einer der bekanntesten deutschen Fernsehköche, hat das traditionelle Rezept durch seine speziellen Tricks perfektioniert. Seine Methode mit Semmelbröseln und Dampföffnungen wird heute in vielen professionellen Küchen angewendet. Die Apfeltasche unterscheidet sich vom Apfelstrudel durch die Verwendung von Blätterteig statt Strudelteig und die handliche Portionsgröße. In Norddeutschland sind Apfeltaschen oft Teil der traditionellen Kaffeetafel an Sonntagnachmittagen. Das Gebäck lässt sich auch hervorragend mit anderen Obstsorten wie Birnen, Kirschen oder Pflaumen zubereiten.



