Haselnuss-Marmeladen-Kekse mit Johannisbeergelee – zart, nussig und lange frisch

Haselnuss-Marmeladen-Kekse mit Johannisbeergelee – zart, nussig und lange frisch

In deutschen Backstuben gehören haselnuss-marmeladen-kekse seit generationen zu den beliebtesten klassikern der kaffeetafel. Diese zarten gebäckstücke vereinen die milde süße von nussteig mit der fruchtig-herben note von johannisbeergelee und überzeugen durch ihre besondere lagerfähigkeit. Während viele plätzchensorten nach wenigen tagen an frische verlieren, bleiben diese kekse dank ihrer speziellen zusammensetzung wochenlang saftig und aromatisch.

Die kombination aus gemahlenen haselnüssen und marmeladenfüllung schafft eine textur, die weder zu trocken noch zu feucht ausfällt. Das geheimnis liegt in der ausgewogenen rezeptur, bei der fett und zucker die feuchtigkeit im teig binden, während die säure des gelees als natürliches konservierungsmittel wirkt. Für hobbybäcker, die ihre vorratsdose mit selbstgebackenem füllen möchten, ist dieses rezept ideal.

25

12

mittel

€€

Zutaten

Personen +

Utensilien

Zubereitung

1. vorbereitung der zutaten

Nehmt die butter rechtzeitig aus dem kühlschrank, damit sie weich wird. Sie sollte streichfähig sein, aber nicht flüssig. Wiegt alle zutaten genau ab und stellt sie bereit. Heizt den backofen auf 180 grad celsius ober- und unterhitze vor. Legt das backblech mit backpapier aus, damit die kekse später nicht ankleben.

2. teigherstellung

Gebt die weiche butter zusammen mit dem zucker und vanillezucker in eine schüssel. Rührt diese mischung mit dem handrührgerät oder der küchenmaschine etwa drei minuten lang schaumig. Die masse sollte deutlich heller werden und an volumen zunehmen. Fügt dann das ei hinzu und rührt es vollständig unter. Vermischt in einer separaten schüssel das mehl mit den gemahlenen haselnüssen, dem backpulver und der prise salz. Gebt diese trockenmischung portionsweise zur buttermasse und verknetet alles zu einem geschmeidigen teig. Arbeitet dabei zügig, damit der teig nicht zu warm wird.

3. teig ruhen lassen

Formt den teig zu einer kugel und wickelt ihn in frischhaltefolie ein. Legt ihn für mindestens 30 minuten in den kühlschrank. Dieser schritt ist wichtig, damit sich die zutaten verbinden und der teig später besser ausgerollt werden kann. Ein kalter teig lässt sich präziser verarbeiten und behält beim ausstechen seine form.

4. teig ausrollen und ausstechen

Bestäubt eure arbeitsfläche leicht mit mehl. Rollt den gekühlten teig etwa drei millimeter dick aus. Verwendet dabei gleichmäßigen druck, damit die dicke überall gleich ist. Stecht mit der größeren ausstechform kreise aus dem teig. Bei der hälfte dieser kreise stecht ihr mit der kleineren form ein loch in die mitte – das werden später die deckel. Die kreise ohne loch bilden die böden. Legt alle ausgestochenen kekse mit etwas abstand auf das vorbereitete backblech.

5. backen der kekse

Schiebt das blech auf die mittlere schiene in den vorgeheizten ofen. Backt die kekse etwa zehn bis zwölf minuten, bis die ränder ganz leicht golden werden. Achtet darauf, dass sie nicht zu dunkel werden, sonst verlieren sie ihre zarte konsistenz. Nehmt das blech aus dem ofen und lasst die kekse zwei minuten darauf abkühlen, bevor ihr sie vorsichtig auf ein kuchengitter legt. Dort kühlen sie vollständig aus.

6. johannisbeergelee vorbereiten

Während die kekse abkühlen, rührt ihr das johannisbeergelee in einer kleinen schüssel glatt. Falls es zu fest ist, erwärmt es kurz in der mikrowelle oder im wasserbad, bis es streichfähig wird. Füllt das gelee in einen spritzbeutel mit kleiner tülle oder verwendet alternativ einen kleinen löffel zum portionieren.

7. kekse zusammensetzen

Dreht alle bodenkekse mit der flachen seite nach oben. Spritzt oder gebt einen kleinen klecks johannisbeergelee in die mitte jedes bodens. Verwendet nicht zu viel gelee, sonst quillt es beim zusammendrücken an den seiten heraus. Ein teelöffel pro keks reicht völlig aus. Legt nun die deckelkekse mit dem loch nach oben auf die mit gelee bestrichenen böden. Drückt sie sanft an, sodass das gelee durch das loch sichtbar wird und die beiden hälften gut haften.

8. finishing und dekoration

Gebt puderzucker in ein feines sieb und bestäubt die fertigen kekse gleichmäßig. Der puderzucker sollte nur die oberseite bedecken, nicht in das gelee fallen. Dieser letzte schritt verleiht den keksen ihr charakteristisches aussehen und eine zusätzliche süße note. Lasst die kekse noch etwa 30 minuten stehen, damit das gelee fest wird und die kekse sich gut handhaben lassen.

Klara

Tipp vom Chefkoch

Damit eure haselnuss-marmeladen-kekse besonders lange frisch bleiben, bewahrt sie in einer gut verschließbaren blechdose auf. Legt zwischen die schichten backpapier, damit sie nicht aneinander kleben. Bei richtiger lagerung halten sie sich bis zu vier wochen. Falls der teig beim ausrollen zu weich wird, legt ihn einfach nochmal für zehn minuten in den kühlschrank. Ihr könnt das johannisbeergelee auch durch himbeer- oder aprikosenmarmelade ersetzen, je nach geschmack. Für eine intensivere haselnussnote röstet die gemahlenen nüsse vor der verwendung kurz in einer pfanne ohne fett an und lasst sie vollständig abkühlen.

passende getränke zu haselnuss-marmeladen-keksen

Zu diesen nussigen keksen passt hervorragend ein kräftiger filterkaffee, dessen röstaromen die haselnussnote unterstreichen. Auch ein cappuccino mit seiner cremigen milchschaumhaube harmoniert wunderbar mit der süße des gelees. Für teeliebhaber empfiehlt sich ein schwarzer assam-tee, dessen malzige note die fruchtigkeit der johannisbeeren betont.

Nachmittags könnt ihr auch einen earl grey mit seiner bergamotte-note servieren, die einen interessanten kontrast zur nusssüße bildet. Kinder freuen sich über einen warmen kakao oder eine heiße schokolade, die perfekt zur kekszeit passt.

Zusätzliche Info

Die tradition der marmeladenkekse reicht in deutschland bis ins 19. jahrhundert zurück, als zucker und butter auch für bürgerliche haushalte erschwinglich wurden. Ursprünglich waren solche gefüllten kekse ein zeichen von wohlstand, da sie gleich mehrere kostbare zutaten vereinten. In süddeutschen regionen werden sie oft spitzbuben genannt, während sie im norden als linzer augen bekannt sind.

Die verwendung von haselnüssen hat praktische gründe: sie wachsen in mitteleuropa reichlich und verleihen gebäck eine besondere saftigkeit. Ihre öle wirken wie ein natürlicher frischehalter. Johannisbeergelee wurde traditionell gewählt, weil johannisbeeren zu den ersten früchten gehörten, die im sommer konserviert wurden. Ihr hoher pektingehalt sorgt für eine gute gelierfähigkeit ohne zusatzstoffe.

Heute werden diese kekse nicht nur zur weihnachtszeit, sondern ganzjährig gebacken. Sie eignen sich hervorragend als mitbringsel oder für die kaffeetafel am wochenende. Ihre lagerfähigkeit machte sie früher zu einem beliebten proviant für reisen.

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