Der Quarkkuchen mit Mandarinen gehört zu den beliebtesten deutschen Klassikern, die in keiner Kaffeetafel fehlen dürfen. Diese fruchtige Variante verbindet die cremige Textur von Quark mit der erfrischenden Süße von Mandarinen und überzeugt durch ihre unkomplizierte Zubereitung. Während traditionelle Käsekuchen oft stundenlange Vorbereitung erfordern, punktet dieses Rezept mit seiner Einfachheit. Der Boden aus knusprigem Mürbeteig bildet die perfekte Grundlage für die luftige Quarkmasse, die durch die Zugabe von Eiern und Vanille eine besonders zarte Konsistenz erhält. Die Mandarinen aus der Dose machen diesen Kuchen das ganze Jahr über verfügbar und sorgen für farbenfrohe Akzente. Ob zum Sonntagskaffee, für besondere Anlässe oder einfach als süße Belohnung zwischendurch: dieser Kuchen gelingt garantiert und begeistert Jung und Alt gleichermaßen.
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Zutaten
Utensilien
Zubereitung
1. Teig vorbereiten
Nehmt die Butter aus dem Kühlschrank und lasst sie bei Raumtemperatur weich werden. Das dauert etwa 15 Minuten. Gebt dann das Mehl in eine große Schüssel und fügt das Backpulver sowie eine Prise Salz hinzu. Vermengt alles kurz mit einem Löffel. Schneidet die weiche Butter in kleine Stücke und gebt sie zum Mehl. Fügt 80 g Zucker und ein Ei hinzu. Verknetet alle Zutaten mit den Händen zu einem glatten Teig. Dieser sollte nicht mehr kleben. Falls er zu klebrig ist, gebt noch etwas Mehl hinzu. Wickelt den Teig in Frischhaltefolie und legt ihn für 30 Minuten in den Kühlschrank. Dieser Schritt ist wichtig, damit der Teig später nicht reißt und sich besser ausrollen lässt.
2. Springform vorbereiten
Während der Teig ruht, bereitet ihr die Springform vor. Fettet den Boden und den Rand der Form dünn mit Butter ein. Das verhindert später das Ankleben. Legt dann ein Stück Backpapier auf den Boden der Form. Ihr könnt das Papier genau in der Größe des Bodens zuschneiden. Heizt nun den Backofen auf 180 Grad Celsius Ober- und Unterhitze vor. Ober- und Unterhitze bedeutet, dass sowohl das obere als auch das untere Heizelement des Backofens arbeiten.
3. Boden ausrollen
Holt den gekühlten Teig aus dem Kühlschrank. Bestäubt eure Arbeitsfläche leicht mit Mehl. Rollt den Teig mit einem Nudelholz etwa 3 mm dick aus. Legt den ausgerollten Teig vorsichtig in die vorbereitete Springform. Drückt ihn am Boden fest und zieht ihn etwa 3 cm am Rand hoch. Das ist wichtig, damit die Füllung später nicht ausläuft. Stecht den Boden mehrmals mit einer Gabel ein. Diese kleinen Löcher verhindern, dass sich der Teig beim Backen aufbläht. Stellt die Form beiseite, während ihr die Füllung vorbereitet.
4. Quarkmasse zubereiten
Gebt den Magerquark in eine große Rührschüssel. Trennt die drei Eier: das Eiweiß kommt in eine separate Schüssel, das Eigelb direkt zum Quark. Beim Trennen der Eier achtet darauf, dass kein Eigelb ins Eiweiß gelangt, sonst lässt sich das Eiweiß später nicht steif schlagen. Fügt 100 g Zucker, beide Päckchen Vanillezucker, die Speisestärke und den Zitronensaft zum Quark hinzu. Verrührt alles mit dem Handrührgerät auf mittlerer Stufe etwa 2 Minuten lang, bis eine glatte, cremige Masse entsteht. Die Speisestärke sorgt dafür, dass die Füllung beim Backen schön fest wird und nicht ausläuft.
5. Eiweiß aufschlagen
Nehmt nun die Schüssel mit dem Eiweiß. Achtet darauf, dass die Schüssel absolut sauber und fettfrei ist. Schlagt das Eiweiß mit dem Handrührgerät auf höchster Stufe steif. Das dauert etwa 3 bis 4 Minuten. Das Eiweiß ist fertig, wenn ihr die Schüssel umdrehen könnt, ohne dass etwas herausfällt. Der steife Eischnee macht den Kuchen später besonders luftig und locker. Hebt den Eischnee vorsichtig mit einem Teigschaber unter die Quarkmasse. Macht dabei sanfte Bewegungen von unten nach oben, damit die Luftbläschen erhalten bleiben.
6. Mandarinen vorbereiten
Öffnet die Dose mit den Mandarinen und gießt den Saft durch ein Sieb ab. Lasst die Mandarinenstücke gut abtropfen. Tupft sie eventuell noch mit Küchenpapier trocken. Zu viel Flüssigkeit würde die Quarkmasse verwässern und der Kuchen würde nicht richtig fest werden. Legt etwa zwei Drittel der Mandarinen beiseite für die Dekoration. Das restliche Drittel schneidet ihr in kleinere Stücke.
7. Kuchen zusammenstellen
Gießt die Hälfte der Quarkmasse auf den vorbereiteten Teigboden in der Springform. Verteilt die kleingeschnittenen Mandarinenstücke gleichmäßig darauf. Gebt dann die restliche Quarkmasse darüber und streicht die Oberfläche mit einem Teigschaber glatt. Legt nun die ganzen Mandarinenstücke dekorativ auf die Oberfläche. Ihr könnt sie in einem Kreis anordnen oder ein schönes Muster legen. Drückt sie leicht in die Masse, damit sie nicht beim Backen verrutschen.
8. Backen
Stellt die Springform auf die mittlere Schiene des vorgeheizten Backofens. Backt den Kuchen bei 180 Grad Celsius etwa 55 Minuten lang. Nach 40 Minuten könnt ihr eine Stäbchenprobe machen: stecht mit einem Holzstäbchen in die Mitte des Kuchens. Wenn kein Teig mehr daran kleben bleibt, ist der Kuchen fertig. Falls die Oberfläche zu dunkel wird, legt ein Stück Alufolie locker darüber. Das schützt vor zu starker Bräunung. Der fertige Kuchen sollte goldgelb sein und sich leicht vom Rand lösen.
9. Abkühlen und servieren
Nehmt den fertigen Kuchen aus dem Ofen und lasst ihn in der Form vollständig abkühlen. Das dauert etwa 2 Stunden. Quarkkuchen schmeckt am besten, wenn er gut durchgekühlt ist. Ihr könnt ihn auch über Nacht im Kühlschrank aufbewahren. Löst dann vorsichtig den Springformrand. Bestäubt den Kuchen kurz vor dem Servieren mit Puderzucker durch ein feines Sieb. Das gibt ihm ein professionelles Aussehen. Schneidet den Kuchen mit einem scharfen Messer in 8 bis 12 Stücke, je nachdem wie groß die Portionen sein sollen.
Tipp vom Chefkoch
Damit der Kuchen besonders cremig wird, solltet ihr den Quark vorher durch ein feines Sieb streichen. So werden eventuelle Klümpchen entfernt und die Masse wird seidig glatt. Wer es noch fruchtiger mag, kann etwas abgeriebene Zitronenschale zur Quarkmasse geben. Achtet darauf, nur die gelbe Schale zu verwenden, nicht das weiße darunter, denn das schmeckt bitter. Der Kuchen lässt sich hervorragend einen Tag im Voraus backen und schmeckt am nächsten Tag sogar noch besser, weil die Aromen Zeit hatten, sich zu entfalten. Bewahrt ihn im Kühlschrank auf und holt ihn etwa 30 Minuten vor dem Servieren heraus, damit er nicht eiskalt ist. Falls ihr keine Mandarinen mögt, funktioniert das Rezept auch wunderbar mit Pfirsichen, Kirschen oder Beeren aus der Dose.
Die perfekte Begleitung zum Quarkkuchen
Zum Quarkkuchen mit Mandarinen passt am besten ein frisch aufgebrühter Filterkaffee oder ein milder Cappuccino. Die leichte Säure des Kaffees harmoniert perfekt mit der cremigen Süße des Kuchens und den fruchtigen Mandarinen. Wer es lieber ohne Koffein mag, kann einen aromatischen Früchtetee wählen, besonders Orangentee oder Pfirsichtee unterstreichen die fruchtige Note des Kuchens. Für Kinder eignet sich ein Glas kalte Milch oder ein Kakao hervorragend. An warmen Sommertagen schmeckt der Kuchen auch ausgezeichnet zu einem Glas Eistee mit Zitrone. Die Kombination aus kalt und cremig ist besonders erfrischend.
Zusätzliche Info
Der Quarkkuchen hat in Deutschland eine lange Tradition und gehört zu den beliebtesten Kuchenklassikern. Quark, auch als Topfen in Österreich bekannt, wird seit Jahrhunderten in der deutschen Backstube verwendet. Die Kombination mit Mandarinen ist eine relativ moderne Variante, die besonders in den 1970er Jahren populär wurde, als Dosenobst in Deutschland weit verbreitet war. Ursprünglich stammt der Quarkkuchen aus den ländlichen Regionen, wo Quark als Nebenprodukt der Butterherstellung reichlich vorhanden war. Hausfrauen entwickelten verschiedene Rezepte, um diesen nahrhaften und günstigen Rohstoff zu verwerten. Die Zugabe von Früchten macht den Kuchen nicht nur optisch ansprechender, sondern bringt auch eine angenehme Frische in die cremige Masse. Heute gibt es unzählige Variationen: mit Beeren, Kirschen, Äpfeln oder Rhabarber. Der Quarkkuchen ist ein perfektes Beispiel für die deutsche Kaffeekultur, bei der am Nachmittag Kuchen und Kaffee gemeinsam genossen werden.



