In Zeiten steigender Butterpreise suchen immer mehr Hobbybäcker nach schmackhaften Alternativen für ihre Lieblingskuchen. Diese Schokotorte ohne Butter ist nicht nur deutlich günstiger in der Herstellung, sondern überzeugt auch geschmacklich auf ganzer Linie. Statt teurer Butter kommt hier hochwertiges Pflanzenöl zum Einsatz, das dem Kuchen eine besonders saftige Konsistenz verleiht und ihn länger frisch hält. Die Zubereitung gelingt selbst Backanfängern mühelos, und das Ergebnis kann sich sehen lassen: ein intensiv schokoladiger, lockerer Kuchen, der auf jeder Kaffeetafel für Begeisterung sorgt. Diese Rezeptvariante beweist eindrucksvoll, dass man auf Genuss nicht verzichten muss, wenn man das Budget im Blick behalten möchte.
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Zutaten
Utensilien
Zubereitung
1. Vorbereitung des Backofens und der Form
Heizt den Backofen auf 180 Grad Celsius Ober- und Unterhitze vor. Fettet eine Springform mit einem Durchmesser von 20 Zentimetern gut ein und bestäubt sie leicht mit Mehl oder legt den Boden mit Backpapier aus. Dieser Schritt ist wichtig, damit sich der fertige Kuchen später problemlos aus der Form lösen lässt. Wenn ihr die Form nicht ausreichend vorbereitet, kann der Teig am Rand kleben bleiben und beim Herauslösen brechen.
2. Trockene Zutaten sieben
Gebt das Mehl, das Kakaopulver, den Zucker, das Backpulver, das Natron und eine Prise Salz in eine große Rührschüssel. Siebt alle trockenen Zutaten zusammen durch ein feines Sieb. Das Sieben bedeutet, die Zutaten durch ein engmaschiges Drahtgewebe zu drücken, um Klümpchen zu entfernen und Luft einzuarbeiten. Dadurch wird euer Teig später besonders locker und fein. Vermischt alles gründlich mit einem Schneebesen, sodass sich die Zutaten gleichmäßig verteilen.
3. Flüssige Zutaten vorbereiten
Schlagt die drei Eier in einer separaten Schüssel auf und verquirlt sie mit einer Gabel oder einem Schneebesen. Gebt dann das Sonnenblumenöl, die Milch und den Vanilleextrakt hinzu. Rührt alles kräftig durch, bis sich die Zutaten gut verbunden haben. Das Öl sollte sich gleichmäßig mit den anderen Flüssigkeiten vermischen. Nehmt euch hierfür etwa zwei Minuten Zeit und achtet darauf, dass keine Ölschlieren mehr zu sehen sind.
4. Teig zusammenführen
Gießt die flüssigen Zutaten zu den trockenen Zutaten in die große Rührschüssel. Rührt nun mit dem Handrührgerät auf mittlerer Stufe etwa zwei Minuten lang, bis ein glatter, homogener Teig entstanden ist. Der Teig sollte keine Mehlnester mehr aufweisen und eine gleichmäßige dunkelbraune Farbe haben. Kratzt zwischendurch mit einem Teigschaber die Ränder der Schüssel ab, damit sich alle Zutaten gut verbinden können.
5. Heißes Wasser einarbeiten
Gießt nun das heiße Wasser zum Teig und rührt es vorsichtig unter. Der Teig wird dadurch deutlich flüssiger, was völlig normal ist und sogar gewünscht. Das heiße Wasser aktiviert das Kakaopulver und sorgt für ein intensiveres Schokoladenaroma. Außerdem macht es den Kuchen später besonders saftig. Rührt nur so lange, bis sich das Wasser vollständig mit dem Teig verbunden hat, etwa 30 Sekunden.
6. Teig in die Form füllen
Füllt den flüssigen Teig in die vorbereitete Springform. Klopft die Form einige Male vorsichtig auf die Arbeitsfläche, um eventuelle Luftblasen im Teig zu entfernen. Streicht die Oberfläche mit einem Teigschaber glatt. Der Teig sollte die Form etwa zur Hälfte füllen, da er beim Backen noch aufgeht. Achtet darauf, dass der Teig gleichmäßig verteilt ist, damit der Kuchen später eine ebene Oberfläche bekommt.
7. Kuchen backen
Stellt die Form auf die mittlere Schiene des vorgeheizten Backofens und backt den Kuchen etwa 35 bis 40 Minuten. Macht nach 35 Minuten die Stäbchenprobe: stecht mit einem Holzspieß oder einer Stricknadel in die Mitte des Kuchens. Wenn beim Herausziehen kein Teig mehr am Stäbchen klebt, ist der Kuchen fertig. Wenn noch feuchter Teig daran haftet, backt ihn noch weitere fünf Minuten und testet erneut. Öffnet die Ofentür während der ersten 25 Minuten nicht, sonst könnte der Kuchen zusammenfallen.
8. Kuchen abkühlen lassen
Nehmt den fertigen Kuchen aus dem Ofen und lasst ihn zunächst etwa zehn Minuten in der Form abkühlen. Löst dann vorsichtig den Springformrand und stürzt den Kuchen auf ein Kuchengitter. Entfernt das Backpapier vom Boden, falls ihr welches verwendet habt, und lasst den Kuchen vollständig auskühlen. Dieser Vorgang dauert mindestens eine Stunde. Erst wenn der Kuchen komplett ausgekühlt ist, solltet ihr ihn glasieren, sonst schmilzt die Glasur und läuft herunter.
9. Glasur vorbereiten und auftragen
Schmelzt die Schokoladenglasur in einem Wasserbad oder in der Mikrowelle. Im Wasserbad stellt ihr eine hitzebeständige Schüssel über einen Topf mit leicht siedendem Wasser, ohne dass die Schüssel das Wasser berührt. Rührt die Schokolade, bis sie vollständig geschmolzen und glatt ist. Lasst sie kurz abkühlen, sodass sie noch flüssig, aber nicht mehr heiß ist. Gießt die Glasur über den ausgekühlten Kuchen und verteilt sie mit einem Messer oder Teigschaber gleichmäßig. Lasst die Glasur fest werden, bevor ihr den Kuchen anschneidet.
10. Kuchen dekorieren
Bestäubt den glasierten Kuchen nach Belieben mit Puderzucker für einen schönen Kontrast. Ihr könnt auch Schokoladenraspel, gehackte Nüsse oder essbare Blüten zur Dekoration verwenden. Seid kreativ und gestaltet den Kuchen nach eurem Geschmack. Eine einfache Dekoration reicht oft aus, um den Kuchen festlich aussehen zu lassen. Lasst eurer Fantasie freien Lauf und probiert verschiedene Dekorationsvarianten aus.
Tipp vom Chefkoch
Verwendet ein geschmacksneutrales Öl wie Sonnenblumenöl oder Rapsöl, damit der Schokoladengeschmack nicht überdeckt wird. Olivenöl eignet sich nicht für dieses Rezept, da sein Eigengeschmack zu dominant wäre.
Wenn ihr keinen Vanilleextrakt zur Hand habt, könnt ihr auch das Mark einer halben Vanilleschote verwenden oder einen Teelöffel Vanillezucker einrühren.
Der Kuchen lässt sich hervorragend am Vortag backen und schmeckt am nächsten Tag sogar noch saftiger. Bewahrt ihn in einer verschlossenen Kuchendose auf.
Für eine noch intensivere Schokoladennote könnt ihr dem Teig 50 Gramm gehackte Zartbitterschokolade oder Schokoladentropfen hinzufügen.
Wenn ihr den Kuchen zweiteilen und mit Sahne oder Buttercreme füllen möchtet, backt ihn in zwei separaten Formen oder schneidet ihn nach dem Abkühlen waagerecht durch.
Die passende Getränkebegleitung
Zu dieser reichhaltigen Schokotorte passt ein kräftiger Kaffee oder ein Cappuccino hervorragend. Die Bitternoten des Kaffees harmonieren wunderbar mit der Süße des Kuchens und schaffen ein ausgewogenes Geschmackserlebnis. Für Teeliebhaber empfiehlt sich ein schwarzer Tee wie Assam oder Ceylon, der ebenfalls die Schokoladennoten unterstreicht.
Kinder freuen sich über ein Glas kalte Milch oder einen Kakao zum Kuchen. An warmen Tagen könnt ihr auch einen Eiskaffee oder einen Schokoladen-Milchshake servieren. Für besondere Anlässe passt auch ein süßer Dessertwein wie Portwein oder ein Muskateller zur Torte, wenn Erwachsene unter den Gästen sind.
Zusätzliche Info
Die Schokotorte ohne Butter hat ihre Wurzeln in der amerikanischen Backtradition, wo bereits seit den 1930er Jahren Kuchen mit Öl statt Butter gebacken werden. Besonders während der Weltwirtschaftskrise und in Zeiten von Butterknappheit entwickelten findige Bäckerinnen Rezepte, die auf teure Zutaten verzichteten. Diese sogenannten Depression Cakes oder War Cakes waren einfach, günstig und dennoch schmackhaft.
Der große Vorteil von Öl gegenüber Butter liegt in seiner flüssigen Konsistenz. Während Butter bei Zimmertemperatur fest wird und Kuchen dadurch trockener werden lässt, bleibt Öl auch im kalten Zustand flüssig. Dadurch behält der Kuchen seine saftige Textur über mehrere Tage. Zudem enthält Öl kein Wasser wie Butter, was zu einem intensiveren Geschmack führt.
In der modernen Küche erleben Kuchen ohne Butter eine Renaissance, nicht nur aus Kostengründen, sondern auch wegen ihrer längeren Haltbarkeit und der einfacheren Zubereitung. Sie eignen sich auch hervorragend für Menschen mit Laktoseintoleranz, wenn man die Milch durch pflanzliche Alternativen ersetzt.



